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2007 Montag: Dienstag: Mittwoch: Donnerstag: Freitag: Rückfahrt Besuch bei DMG (Deckel Maho Gildemeister) in Bielefeld Am Montag, den 05.03.07, startete die diesjährige Studienfahrt des 1. Lehrjahres von DESY Hamburg und Zeuthen mit einer Besichtigung des DMG Werkes in Bielefeld. Über das Unternehmen
Gildemeitser
ist einer der weltweit führenden Hersteller von spanenden Werkzeugmaschinen und
bietet neben den Technologie „Drehen“ und „Fräsen“ die modernen
Zukunftstechnologien „Ultrasonic“ und „Lasern“ an. Das Lieferprogramm umfasst
sowohl Low-Cost-Maschinen, die in großen Stückzahlen auf den Weltmärkten
verkauft werden, als auch Hightech-Maschinen für hochkomplexe
Fertigungsaufgaben. Mit einer Reihe von anwenderorientierten Innovationen stellt
sich der Gildemeister-Konzern den weltweit erhöhten Marktanforderungen und
bietet seinen Kunden marktgerechte Lösungen an. Ausbildung Neben einer technischen Ausbildung in den Berufsfeldern „Metall“ und „Elektronik“ bietet der Gildemeister-Konzern auch in den kaufmännischen sowie informations- und kommunikationstechnischen Berufen viele Ausbildungsmöglichkeiten, bis hin zu kombinierten Studiengängen an Berufsakademien oder Fachhochschulen an. Augenblicklich beschäftigt der Konzern ca. 50 Auszubildende in den Standorten Pfronten, Bielefeld und Seebach.
Rundgang Vor Beginn unserer Führung sorgten wir für etwas Verwirrung, da niemand vor Ort wusste, dass wir angemeldet waren. Nachdem wir dann im Vorführraum begrüßt wurden, begann unser Rundgang in der Ausbildungswerkstatt des Betriebs. Als zweite Station konnten wir verschiedene CNC- Fräs- und Drehmaschinen bestaunen, welche dort montiert, getestet und auf Dauerbelastung geprüft wurden. Weiterhin sahen wir ein voll automatisiertes Hochregallager, wo Material für eine komplette Produktionswoche gelagert wurde. Außerdem kann der Kunde die Maschinen in allerlei Farbvariationen bestellen, da sie über eine Lackiererei verfügen. Am Ende des Rundgangs konnten wir eine CNC Drehmaschine in voller Aktion sehen. Danach setzen wir unsere Reise nach Köln fort. Fazit Es war sehr interessant zu sehen, wie die, zum Teil riesigen Maschinen von Innen aussehen und welche moderne Technologie in ihnen steckt. Dadurch konnten wir einen guten Eindruck bekommen, wie die Maschinen, mit denen bei uns gearbeitet wird, funktionieren und gefertigt werden. S. Müller, M. Teschke, S. Lehmann, S. Rüger, N. Zimmer
Johann Andreas Ludolph Bauer legte im Jahre 1875 in Hamburg mit einer kleinen Druckerei den Grundstein der heutigen Bauer Druck Verlagsgruppe. Die anfangs sehr geringe Mitarbeiterzahl stieg im Laufe der Jahre auf heute ca. 530 Mitarbeiter an. Wöchentlich werden bei der Bauer Druck Verlagsgruppe 11 Millionen Zeitschriften, von denen Fernsehzeitschriften 50% des Marktanteils ausmachen, gedruckt. Eine der bekanntesten Zeitschriften der Firma ist die „TV Movie“, des weiteren finden auch Modezeitschriften und Kataloge einen hohen Absatz. Das Drucken Vor dem eigentlichen Drucken erfolgt die Druckformherstellung. Hierbei wird auf einen hauchdünn verzinkten Kupferzylinder das Negativ der zu bedruckenden Seite gelasert. Das Verzinken ist nötig, weil der Laser das Negativ nicht direkt in den Kupfer einbrennen kann. Ein weiterer Vorteil ist , dass man den Zylinder mehrmals verwenden kann, indem man das Zink nach dem Drucken in einem Schwefelbad entfernt. Beim eigentlichen Drucken werden 4 Seiten untereinander und 10 Seiten nebeneinander gleichzeitig bedruckt. Pro Seite kommen 8 Farbpatronen ( je 2 mal magenta, cyan, yellow, schwarz), die sich auf je einem Druckzylinder befinden, zum Einsatz. Über diese Druckzylinder läuft später das Papier, welches in einer großen Lagerhalle auf mehrere Tonnen schweren Rollen gelagert wird, wobei eine Rolle in einer Stunde komplett bedruckt wird. Pro Jahr werden in Köln 3500t Farbe und 75000t Papier verarbeitet. Auf dem Weg zur fertigen Zeitschrifz durchläuft das Papier mehrere Maschinen, die Seiten schneiden, diese zusammenlegen und schließlich heften. Die fertige Zeitschrift durchläuft einen langen Kanal zur Verpackungsanlage, wo Werbeeinlagen zugesteckt werden können. Als letztes wird die Zeitschrift gebündelt zum Versand gebracht. J. Hartmann, B. Wollermann, M. Gellhaar, A. Kropmanns
Man hat uns Schritt für Schritt gezeigt wie die Fensterprofile hergestellt
werden. C. Döbberthin, M. Drewitsch, M. Thal, E. Waisbek
Am 07.03.07 haben wir das Werkzeugmuseum Remscheid besucht. Das Museum besteht seit 1967. Am Anfang der Besichtigung hat der Museumsleiter einen Vortrag über die Geschichte des Regionalen Werkzeugbaues gehalten. Aufgrund der schlechten Klimatischen Bedingungen ist die Gegend um Remscheid nicht für die Landwirtschaft geeignet. Die Berge und Flüsse lieferten Wasserkraft. Mit Hilfe derer sich Eisen leichter verarbeiten ließ. Mit dieser Form der Energienutzung wurde die Schmiedetechnik verbessert z.B. der Schmiedehammer und der Blasebalg. Im frühen 16. Jahrhundert kamen die Kaufleute über die zahlreichen Wasserwege nach Remscheid. Sie kauften die Werkzeuge verschiedener Hammerwerke ein und boten das breite Angebot auf dem Weltmarkt gegen Gewürze an. Dadurch erlangten die Remscheider Wohlstand. Zentren der deutschen Werkzeugfertigung waren Remscheid, Bergisches Land, Baden-Württemberg, Schmalkalden, Thüringen und Stuttgart. Vorerst konnte man im Museum bis 1970 Werkzeug aus der Region bestaunen. Später wurde das Spektrum international erweitert. Schwerpunktmäßig wird die Entwicklung von der handwerklichen Herstellung zur klein- und großindustriellen Produktion dargestellt. Außerdem informiert das Museum über die Arbeitsbedingungen und Kämpfe der Arbeiter. Es wird u.a. eine historische Dampfmaschine ausgestellt, sowie der erst Produktions- Lichtbogen-Ofen der Welt von 1906. Der Handel mit Werkzeugen aus Remscheid in aller Welt wird anschaulich illustriert, es sind Kataloge und Reiseberichte uns Kaufleuten ausgestellt. Außerdem kann man selber verschiedenen Werkzeuge ausprobieren oder wie z.B. Feilen auch versuchen selber zu machen.
F. Aykut, L. Kohlmeyer, F. Bode, J. Dibke, M. Holz
WDR – Westdeutscher Rundfunk Der WDR, Deutschlands größter Sender, gehört zur Familie der ARD, und besitzt dort den größten Anteil. Er ist zweitgrößter Sender nach der BBC, und europaweit führend für Informationen, Bildung und Unterhaltung. Der WDR ist mit 29 Studios auf 4 Kontinenten vertreten, und produziert auch Dokumentationen bei denen Menschlichkeit, Alltag und Integration kultureller Vielfalt an erster Stelle stehen. Für diese Dokumentationen hat der WDR bereits viele Preise gewonnen. Das Programm des WDR kann über Fernsehen, Radio und Internet genossen werden, und ist somit technischer Vorreiter in Sachen Unterhaltungsmedien. Ihr Motto lautet: „Mehr hören, mehr sehen“.
WDR Köln Seit den fünfziger Jahren ist der WDR in der Kölner Innenstadt vertreten. In sieben miteinander verbundenen Gebäuden, aufgeteilt in Funkhaus, Archivhaus, Filmhaus, und Vierscheibenhaus befinden sich fünf Studios. Es sind 4500 Mitarbeiter beim WDR Köln tätig. Die meisten Sendungen werden live übertragen, damit keine Nachbearbeitung erforderlich ist, und somit eine Wirtschaftlichkeit erzielt werden kann. Am Ende jeder Aufzeichnung werden diese im Archivhaus gelagert, und neuerdings digitalisiert. Redaktion, Regie und Cut arbeiten eng miteinander zusammen und sind im Filmhaus vertreten. Verschiedene Sendungen teilen sich ein Studio um Platz zu sparen. Bekannte Produktionen sind z.B. im Studio A „Sportschau“, Studio B „Hart aber fair“ und Studio C „Das Morgenmagazin“. Den größten Teil der Studios nehmen die Kulissen und die Beleuchtung ein, z.B. besitzt alleine ein Studio um die 130 Scheinwerfer. Der Kulissenbau wird am Rande von Köln in Bocklemund erstellt. Der WDR ist im Vierscheibenhaus der Öffentlichkeit zugänglich, und u.a. auch mit der Internetredaktion dort vertreten. Die Radiosendung „WDR2–WDR5“, „Europa“, und „WDR1-Live“ werden im Funkhaus produziert. Das Funkhaus wurde vom Architekten und Innenarchitekten Peter Friedrich Schneider entworfen. Dieses Gebäude ist seit 1994 denkmalgeschützt. In ihm befindet sich der Klaus von Bismarck-Saal, der in den fünfziger Jahren als akustische Sensation vorgestellt wurde, und bis heute seine Klangqualität nicht eingebüßt hat. Dieser Saal fasst 650 Gäste und hat Platz für 150 Musiker auf der Bühne. Aufgrund seiner Klangqualität finden dort Konzerte von dem WDR-Chor, Big Band, Symphonie und Orchester statt, und wird gleichzeitig zur Musikproduktion verwendet. Außerdem befindet sich im Funkhaus das Hörspieltonstudio, bei dem z.B. das Hörspiel „Der Herr der Ringe“ produziert wurde. Das Hörspieltonstudio ist in zwei Tonstudios aufgeteilt. In einem werden die Szenen, die im Innenraum stattfinden produziert. Im anderen Studio (schallarmer Raum), werden die Szenen die unter offenem Himmel spielen aufgezeichnet. Es werden in etwa 70-100 Hörbücher und Hörspiele unterschiedlicher Genres pro Jahr produziert. T. Biermann, V. Holzmann, B. Lenkewitz, M. Maaß, D. Versen
Ford
Mit einem kleinen, angenehmen Buffet und einem Kurzfilm als Einführung über die Geschichte der Ford Motor Company begann die letzte Besichtigung unserer Studienfahrt. Ein Elektrofahrzeug, das mehrere Anhänger mit den Besuchern hinter sich her zog, fuhr uns durch die Produktionshallen. 1925 wurde in Deutschland erstmals die Ford Motor Company Aktiengesellschaft in Berlin gegründet. Gründer war Henry Ford, der durch die Umsetzung seiner neuen Produktionsideen als „Unternehmer des Jahrhunderts“ betitelt wurde. 1930 wurde der Grundstein für die Fordwerke in Köln gelegt. Im Jahre 1931 lief das erste A-Modell vom Band. Heute verlassen jährlich 32 Millionen Fahrzeuge deutsche Ford-Werke. Die Produktionsfläche des Werks in Köln beträgt 2500 m² und beschäftigt 18.000 Mitarbeiter. Mit Hilfe von 685 Robotern stellen die Mitarbeiter, wöchentlich 1800 Fahrzeuge her. Die Produktionsroboter sind mit vier verschiedenen Arbeitsabläufen programmiert und können somit unterschiedliche Vorgänge erfüllen, unter anderem schweißen. Jeder Computer hat zudem einen Prüfmechanismus, um mögliche Fehler in der Produktion auszuschließen. Tritt dennoch ein Fehler auf, wird die Produktion gestoppt und erst wieder aufgenommen, wenn dieser gefunden und behoben wurde. Damit die richtige Ausführung eines Modells gebaut wird, wurden die Fahrzeugbauteile zu Beginn der Produktion mit einem Barcode versehen. Unter diesem sind unter anderem die Kundendaten und Fahrzeugeigenschaften (Klimaanlage, ESP, usw.) gespeichert. In der letzten Etappe der Produktion haben die Mitarbeiter der Ford-Werke die Aufgabe, die Fahrzeuge auf ihre Funktionen zu überprüfen. Dazu gehören auch Testfahrten, die wahrscheinlich zu den angenehmsten Aufgaben gehören. An diesem Punkt kann man sehen, dass der Mensch ein wichtiger Faktor in der Produktion bleibt. Denn keine Maschine kann das menschliche Auge ersetzen. Trotz der gelungen Führung blieb ein bitterer Nachgeschmack. Man konnte sehen, dass in der Produktion von Fahrzeugen die Automatisierung schon sehr weit fortgeschritten ist. Man hatte zum teil das Gefühl das nicht die Maschinen die Menschen, sondern die Menschen die Maschinen unterstützen. M. Bomert, R. Boroschewski, S. Schwarz, D. Daube, C. Tugba
Heute war der letzte Tag unserer Studienfahrt und es stand nur noch ein gesellschaftliches Großereignis auf dem Terminplan. Unser uns ewig kreuz und quer durch die Gegend fahrender Busfahrer, fuhr uns geradewegs in die Kölner Innenstadt, als wir die Mitteilung erhielten in selbiger drei Stunden Freizeit verbringen zu dürfen. Ein Teil der Gruppe holte sich im Zoo ihre fast verloren geglaubte Jugendlichkeit zurück, während die Anderen die Freuden einer Großstadt erlebten. So verbrachte ich mehr als die Hälfte meiner Zeit, in einem von vielen gehassten, aber dennoch oft besuchtem, Fastfood-Restaurant. Aber lediglich aufgrund meines Muskelkaters, den ich mir am Vortag vom Dom abgeholt habe. Selbstverständlich handelte es sich nur um einen sehr geringen, fast schon vernachlässigbaren Muskelkater. Aber er stellte den Grund für mein Desinteresse an dem senilen Gebäude mit Schönheitsoperationen dar. Im Bus Richtung Bowling-Center erfuhr ich von meinem Glück, diesen Bericht schreiben zu dürfen. Tagelang konnte ich entkommen, habe jeglichen Blickkontakt zu den Ausbildern verloren, als ich erkannte, welches grausige Anliegen sie verfolgen. Aber am letzten Tag, vor dem letzten Event, erwischte es mich. Obgleich ich eine besondere Würde und Verantwortung trug, ließ ich es mir nicht nehmen beim Bowling Spaß zu haben. Auch Außerhalb von meinem Kopf herrschte, für DESY Verhältnisse, Ausnahmezustand. Aus Gründen der Motivation gegenüber meinen Kollegen, verließ ich die Bahn in zwei Spielen jeweils auf Platz zwei. (Um keinen Unmut bei der Belegschaft aufkommen zu lassen, beziffere ich die vom DESY für uns gemieteten Bahnen nicht. Aber sollte es zu Entlassungen kommen, sei euch versichert; wir hatten jede Menge Spaß!) Als außergewöhnliches Glück erwies es sich, nicht Herrn Kornmüller als Gegner erwischt zu haben. Schon im Vorfeld teilte er mir seine Fähigkeiten am Ball mit, die ich in diesem Bericht auch unbedingt erwähnen sollte. Seine Punktzahlen und seine feine, nahezu geschmeidige Technik im Anlauf und Wurf, bestätigten seine kühnen Worte. Man kann hier von reinstem Glück sprechen, ihn nicht an die Deutsche-Profi-Bowlingliga verloren zu haben. Aber auch die anderen Ausbilder und Azubis brillierten durch außergewöhnliche Punktzahlen und Wurfvarianten. Der Großteil im positiven Sinne, versteht sich. Dennoch nahm es sich ein kleiner Teil zur Aufgabe, das Selbstvertrauen der Mitstreiter anzuheben, was ich persönlich für sehr Ehrenwert halte. Der Nachmittag stellte ein gelungenes Ende der Studienfahrt dar und könnte als Metapher für unsere Arbeit beim DESY gelten: Freude und partiell Selbstvertrauen-Anhebende-Effektivität... Mit freundlichen Grüssen Mr.X
D. Kühn oder S. Wiesenberg oder H. Harders oder J. Schade
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