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Messung der Orbit-Response-Matrix

Vorgehensweise:

  1. Vor der eigentlichen Messung die richtigen Tunes anfahren und anschließend den Tune-Controller und den Tune-Indikator ausschalten. Tunes im Logbuch dokumentieren.

  2. Mit zwei Spulen mit ${90}^{\circ}$-Phasenvorschub in der $x$- und $y$-Ebene testen, ob genug Apertur für eine Orbitänderung von 1 mm vorhanden ist. Dies ist bei Injektion und Lumi-Step-1 bisher immer der Fall gewesen. Bei Lumi-Step-4-Tunes kann es aber erforderlich sein, die Amplitude der Orbitänderung zu reduzieren. Für eine Reduktion der Amplituden um z.B. einen Faktor von 2 tippt man in das Eingabefeld neben \fbox {\texttt{Faktor:}} die Zahl 0.5 ein und drückt dann den Knopf \fbox {\texttt{Str\uml {o}me lesen}}. Anschließend werden nur noch halb so große Ströme verwendet.

  3. OrbitMess.exe aufrufen (Icon liegt auf Desktop auf BKRNTHERACON16). Falls schon gemessen wurde und das Programm noch läuft, muß das Programm zunächst beendet werden, ansonsten wird die bisherige Messung ohne Vorwarnung überschrieben!

  4. Tune-Controller und Tune-Anregung vor dem Start der Messung ausschalten, damit der Strahl keine kohärenten Bewegungen macht und die BPM-Auflösung hoch ist.

  5. Start der Messung in der horizontalen Ebene: Auf Knopf \fbox {\texttt{Start Loop Hcorr}} drücken und Meßende abwarten (Dauer ca. 45 Minuten; anschließend erscheint das Wort Ende). Die Messung läßt sich durch den Stopp-Knopf abbrechen.

  6. Dann Start der Messung in der vertikalen Ebene: Auf Knopf \fbox {\texttt{Start Loop Vcorr}} drücken und Meßende abwarten (Dauer ca. 45 Minuten; anschließend erscheint das Wort Ende). Die Messung läßt sich durch den Stopp-Knopf abbrechen.

  7. Falls der Strahl bei der Messung verlorengeht: Auf \fbox {\texttt{Stopp Messungen!}} drücken, Startindex auf den Index des Korrektor setzen, beim dem der Strahl verlorenging, dann wieder \fbox {\texttt{Start Loop Hcorr}} bzw. \fbox {\texttt{Start Loop Vcorr}} (je nach Ebene). Ab dieser Position werden die bisherigen Files dann mit den neuen Meßwerten überschrieben. Der Stopindex kann auf dem letzten Korrektor der Ebene bleiben.

    Zur Bestimmung des Index des Korrektors schaut man in die abgespeicherten CSV-Files: Bei einem Strahlverlust zeigen die BPMs 122000003 für die Strahlposition an (Strahlpositionen sind am Ende des Files in einer Matrix für $x$ bzw. $y$ aufgelistet). Die Files liegen unter S:$\backslash$SharedData$\backslash$Hera$\backslash$OrbitMess$\backslash$<Datum>.<Nr>$\backslash${X|Z}Orbit auf mkinthera1, wobei <Nr> nur beim Neustart des Programms erhöht wird. Die Filenamen werden auomatisch erzeugt.

  8. Falls es zu Schwingungen von Korrektornetzgeräten kommt, ist die Messung anzuhalten und wie im Fall eines Strahlverlustes zu verfahren, d.h. die Messung ab dem schwingenden Korrektor zu wiederholen (zuvor natürlich den Korrektor ausschalten, damit er nicht weiter schwingt oder sogar Netzgerät austauschen lassen!).

    Wie sieht man solche Schwingungen? Eine einzelne Messung besteht aus zwei Messungen des ungestörten Orbits sowie fünf Messungen des Orbits bei geändertem Orbit durch den jeweiligen Korrektor. In diesen beiden Zeitabschnitten - die ca. 1-2 Sekunden dauern) muß der Orbit absolut stabil sein. Orbitänderungen von mehr als $100~\mu$m innerhalb dieser stabilen Phasen des Orbits sind nicht akzeptabel! Auch mit Hilfe des Synchrotronlichtmonitors lassen sich Schwingungen von Korrektor-Netzgeräten gut detektieren.

  9. Sollte auf dem Synchrotronlichtmonitor eine periodische Formänderung des Strahls zu sehen sein, so ist die Messung ebenfalls abzubrechen. Es muß dann eine Einstellung gesucht werden, bei der der Strahl stabiler ist.

  10. Während der Messung auf erhöhten Untergrund bei den Experimente achten!

  11. Programm beenden (andernfalls werden bei einer erneuten Messung die Meßwerte überschrieben!)

  12. Nach der Messung aktuelle Einstellung der Maschine in File speichern oder das File, das bei der Messung angefahren wurde, notieren!


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joachim.keil@desy.de